Was bedeutet die Zoneneinteilung des Lernumfelds in der Praxis?
Unter Zoneneinteilung versteht man die Aufteilung eines Raums in verschiedene Funktionsbereiche.
An einer Station kann man selbstständig arbeiten, an einer anderen in einer kleinen Gruppe und an einer dritten zum gemeinsamen Unterricht zusammenkommen.
Grenzen müssen nicht immer durch Wände geschaffen werden. Sie lassen sich auch durch Möbel, Beleuchtung, Materialien und Raumteiler bilden.
Das Wichtigste ist, dass die Lösung auf der Nutzung basiert. Eine bloß optisch ansprechende Möbelgruppe allein macht den Bereich noch nicht zu einer funktionalen Zone.
1. Finde zunächst heraus, was in dem Raum tatsächlich vor sich geht
Die Auswahl der Einrichtungsgegenstände fällt leichter, wenn man die Funktionen des Raums kennt.
Im Laufe des Tages kann man in derselben Lernumgebung lesen, diskutieren, an Projekten arbeiten, am Computer arbeiten und am Unterricht teilnehmen.
Es lohnt sich, diese Funktionen auch im Zusammenhang miteinander zu betrachten.
Ein ruhiger Bereich zum konzentrierten Arbeiten profitiert in der Regel nicht davon, dass sich direkt daneben ein lauter Gruppenarbeitsplatz befindet. Ein gemeinsamer Materialbereich funktioniert hingegen oft besser in der Nähe eines Durchgangs als in der ruhigsten Ecke des Raums.
Wenn die Funktionen zunächst auf der unteren Ebene angeordnet werden, wird die Aufgabe der Einrichtungselemente deutlicher.
2. Überlege dir, wo der Sichtkontakt hilfreich ist und wo er stört
Offenheit kann in einer Lernumgebung ein großer Vorteil sein. Für den Lehrer ist es oft hilfreich, mehrere Bereiche gleichzeitig im Blick zu haben, und den Schülern fällt es leichter, sich einen Überblick über den gesamten Raum zu verschaffen.
Dennoch müssen nicht alle Funktionen vollständig sichtbar sein.
Ein ruhiges Arbeiten kann erleichtert werden, wenn sich im Sichtfeld keine ständigen Bewegungen abspielen. Der Bereich für Kleingruppen kann wiederum klarer wahrgenommen werden, wenn er durch eine Art visuelle Begrenzung umrahmt ist.
Die Höhe und die Anordnung des Raumteilers haben großen Einfluss darauf, wie der Bereich gestaltet wird.
Ein niedriges Element kann in erster Linie die Begrenzung eines Bereichs markieren. Eine höhere Ausführung kann direkte Sichtverbindungen einschränken und den Arbeitsplatz abgeschirmter machen.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, zwischen visueller Privatsphäre und sprachlicher Privatsphäre zu unterscheiden. Eine Sichtbarriere bedeutet noch nicht, dass die Sprache nicht in den angrenzenden Bereich dringt.
3. Die Zoneneinteilung der Lernumgebung ist kein Ersatz für die akustische Planung
Die Einteilung der Lernumgebung in Zonen hilft dabei, die Aktivitäten zu strukturieren, doch der Klang macht nicht an einer unsichtbaren Zonengrenze Halt.
Daher sollte die Raumaufteilung im Zusammenhang mit der übrigen Raumakustik geplant werden.
Schallabsorbierende Oberflächen können die Schallreflexion und den Nachhall verringern. Raumteiler können wiederum dazu beitragen, Funktionsbereiche abzugrenzen und die Steuerung der Akustik zu unterstützen.
Ein akustischer Raumteiler ist jedoch nicht dasselbe wie eine schallisolierte Wand.
Wenn die Tätigkeit ein hohes Maß an Sprachprivatsphäre oder eine klare Schallisolierung erfordert, ist in der Regel eine geschlossenerere Lösung erforderlich.
STORY WALL Bodenteiler verbindet eine bewegliche Raumaufteilung mit einer schallabsorbierenden Oberfläche. Sie kann beispielsweise zur Abgrenzung von Bereichen verwendet werden, wenn keine feste Wand benötigt wird.
4. Planen Sie einen Raum, der später umgestaltet werden kann
Die Lernumgebung muss nicht von Jahr zu Jahr gleich bleiben.
Die Gruppengrößen ändern sich, die Unterrichtsmethoden entwickeln sich weiter und die Nutzung des Gebäudes kann sich im Laufe der Lebensdauer der Einrichtungsgegenstände erheblich verändern.
Aus diesem Grund ist es nicht immer sinnvoll, alle Grenzen dauerhaft festzulegen.
Mit Hilfe von verschiebbaren Elementen lassen sich die Schwerpunkte des Raums ohne umfangreiche Umbauarbeiten verändern. Das bedeutet jedoch nicht, dass der gesamte Raum jeden Tag neu gestaltet werden muss.
Der Wert der Flexibilität zeigt sich darin, dass sich der Raum bei Bedarf an eine neue Situation anpassen lässt.
Auf Rädern fahrend STORY WALL Bodenteiler passt zu dieser Denkweise, da das Element auf verschiedene Weise zur Strukturierung des Raums genutzt werden kann.
5. Auch die Verkehrswege sind Teil der Planung
Ein als Ruhezone vorgesehener Bereich bleibt nicht ruhig, wenn alle dort hindurchgehen.
Es empfiehlt sich daher, die Wege bereits in der Planungsphase einzuzeichnen.
Wo befinden sich die Eingänge? Wo werden die Sachen aufbewahrt? Wie gelangt man zum Speisesaal, zu den Toiletten oder zu anderen Gemeinschaftsräumen?
Wenn die Verkehrsrichtung bekannt ist, können ruhige Bereiche abseits der verkehrsreichsten Strecken angelegt werden.
Mit Raumteilern lässt sich zudem die Bewegungsführung steuern und die Wege übersichtlicher gestalten.
Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass die Einrichtungsgegenstände den Durchgang nicht behindern oder unnötige Hindernisse bilden. Barrierefreiheit und Fluchtwege werden stets gemäß den für die Planung des Objekts geltenden Anforderungen festgelegt.
Wann ist ein Raumteiler nicht die richtige Lösung?
Ein Raumteiler eignet sich besonders gut, wenn es darum geht, einen Raum übersichtlicher zu gestalten, den Blick einzuschränken oder die schallabsorbierende Fläche zu vergrößern.
Das ist jedoch nicht in allen Situationen ein Ersatz für einen geschlossenen Raum.
Wenn die Tätigkeit eine klar abgegrenzte akustische Umgebung, eine hohe Sprachverständlichkeit oder einen anderen besonderen Schutz erfordert, ist ein geschlossener Raum oft besser geeignet.
Eine gute Lernumgebung kann offene Bereiche, teilweise abgegrenzte Arbeitsplätze und geschlossene Räume nebeneinander umfassen.
Nicht alles muss gleich offen oder gleich verschlossen sein.
Die häufigsten Fehler bei der Raumaufteilung
Ein erster Fehler besteht darin, Raumteiler ohne klaren Verwendungszweck im Raum zu platzieren.
Eine andere Sichtweise ist, dass die visuelle Grenze automatisch auch die Klangumgebung bestimmt.
Die dritte Möglichkeit besteht darin, einen ruhigen Arbeitsplatz an einem belebten Durchgangsweg einzurichten und zu versuchen, die Situation später durch die Wahl der Möbel zu verbessern.
Viertens sollte die Umgebung nur auf der Grundlage der aktuellen Gruppengröße geplant werden.
Eine gute Raumaufteilung hält auch Veränderungen stand.
Ein übersichtlicher Raum ist für den Nutzer einfacher
Eine gelungene Zoneneinteilung der Lernumgebung zeigt sich letztendlich in einer einfachen Tatsache: Der Nutzer kann leicht nachvollziehen, was wo zu tun ist.
Möbel, Beleuchtung, Farben und Raumteiler müssen nicht um Aufmerksamkeit konkurrieren. Ihre Aufgabe ist es, die Nutzung des Raums zu unterstützen.
Ein konkretes Beispiel lässt sich wie folgt betrachten Zur Entscheidung bezüglich der Grundschule in Puotila, in dem STORY WALL-Raumteiler zur Gliederung offener Lernräume eingesetzt wurden.